AGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen
1. Geltungsbereich
(1) Die KnowOn GmbH (nachstehend: Anbieter) bietet Dienstleistungen im Bereich des E-Learning für medizinische Schulungszwecke gegenüber ihren Kunden an. Das Angebot des Anbieters besteht insbesondere in der Bereitstellung und Vermittlung digitaler Schulungsunterlagen sowie in der Bereitstellung von Lerninhalten über E-Learning-Plattformen.
(2) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten sowohl gegenüber Verbrauchern als auch gegenüber Unternehmern. Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können. Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss des Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt.
(3) Soweit Schulungsunterlagen über eine vom Anbieter selbst oder durch einen Dienstleister betriebene E-Learning-Plattform bereitgestellt werden, kann die Einrichtung eines Nutzerkontos erforderlich sein. Soweit für die technische Nutzung einer Drittplattform ergänzende Nutzungsbedingungen des Plattformbetreibers gelten, wird der Kunde vor Abgabe seiner Vertragserklärung auf deren Geltung hingewiesen und erhält in zumutbarer Weise die Möglichkeit, von diesen Kenntnis zu nehmen.
(4) Sollte der Kunde ein eigenes Lernmanagementsystem (LMS) im Einsatz haben, können die Lerninhalte des Anbieters über eine technische Schnittstelle zur Verfügung gestellt werden. Die technischen Voraussetzungen für den Einsatz einer Schnittstelle müssen im Einzelfall vor Vertragsabschluss geprüft werden.
(5) Für alle Leistungen, die der Anbieter erbringt, einschließlich der darauf bezogenen Erklärungen, gelten diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachstehend: AGB), sofern nicht nach Maßgabe dieser AGB etwas anderes vereinbart ist.
(6) Gegenüber Unternehmern gelten abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden nur dann und insoweit, als der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich zugestimmt hat. Dieses Zustimmungserfordernis gilt auch dann, wenn der Kunde im Rahmen der Bestellung auf seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen verweist und der Anbieter dem nicht ausdrücklich widerspricht.
(7) Für einzelne Lernangebote können ergänzende besondere Nutzungs-, Lizenz- oder Teilnahmebedingungen gelten. Auf deren Geltung wird der Kunde vor Abgabe seiner Vertragserklärung hingewiesen; zugleich erhält er in zumutbarer Weise die Möglichkeit, von ihnen Kenntnis zu nehmen. Soweit diese besonderen Bedingungen von diesen AGB abweichende Regelungen enthalten, gehen die besonderen Bedingungen für das jeweilige Lernangebot vor.
(8) Soweit auf ein Lernangebot das Fernunterrichtsschutzgesetz (FernUSG) Anwendung findet, gelten dessen zwingende Vorschriften vorrangig. Dies betrifft insbesondere Anforderungen an eine gegebenenfalls erforderliche Zulassung, Vertragsinformationen, Widerruf, Kündigung, Vergütung und sonstige Teilnehmerrechte. Zwingende Vorschriften des FernUSG können durch diese AGB nicht eingeschränkt werden.
2. Vertragsschluss
(1) Ein Vertrag über die Bereitstellung von Schulungsunterlagen oder Lerninhalten kommt zustande, indem der Kunde diese über den elektronischen Warenkorb unter www.knowon.de mithilfe der Schaltfläche „Zahlungspflichtig bestellen“ bestellt und der Anbieter die Bestellung durch Freischaltung bzw. Bereitstellung der Lerninhalte annimmt.
(2) Ein Vertrag kann außerdem zustande kommen, indem der Kunde einen Antrag auf Vertragsschluss per E-Mail, Post oder Telefon an den Anbieter übermittelt und der Anbieter diesen Antrag durch ausdrückliche Bestätigung oder durch Freischaltung bzw. Bereitstellung der vereinbarten Lerninhalte annimmt.
(3) Der Anbieter speichert die Bestell- bzw. Registrierungsdaten im Rahmen der gesetzlichen und vertraglichen Erfordernisse. Der Kunde erhält eine Bestell- bzw. Registrierungsbestätigung mit den maßgeblichen Angaben per E-Mail. Einzelheiten zur Verarbeitung personenbezogener Daten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung des Anbieters.
(4) Soweit dem Kunden als Verbraucher ein gesetzliches Widerrufsrecht zusteht, wird er hierüber gesondert belehrt. Die Widerrufsbelehrung wird dem Verbraucher im Rahmen des Bestellvorgangs bzw. nach Maßgabe der gesetzlichen Informationspflichten zur Verfügung gestellt.
3. Leistungen des Anbieters
Nach Vertragsschluss verpflichtet sich der Anbieter gegenüber dem Kunden zur Bereitstellung des vertraglich vereinbarten Zugangs zu den Schulungsunterlagen bzw. Lerninhalten. Der konkrete Leistungsumfang, die Inhalte, die Nutzungsdauer und die Zugangsmöglichkeiten richten sich nach der jeweiligen Produktbeschreibung, dem individuell abgeschlossenen Vertragsverhältnis sowie gegebenenfalls ergänzenden besonderen Nutzungs- oder Lizenzbedingungen.
4. Zugangsmöglichkeiten
(1) Der Zugang zu den Schulungsunterlagen bzw. Lerninhalten kann dem Kunden nach Abschluss des Vertrages gemäß Ziffer 2 auf verschiedene Weisen bereitgestellt werden.
(2) Beim Kauf von herunterladbaren Unterlagen werden diese dem Kunden nach Maßgabe des Bestellvorgangs bzw. des individuell vereinbarten Vertragsverhältnisses zum Download bereitgestellt.
(3) Soweit die Bereitstellung der Schulungsunterlagen über eine Lernplattform erfolgt, kann auf die Unterlagen zugegriffen werden, sobald für den Kunden ein Account erstellt bzw. freigeschaltet worden ist. Soweit erforderlich, stellt der Anbieter eine Anleitung sowie den für die Nutzung der Lernplattform erforderlichen Lizenzschlüssel oder sonstige Zugangsdaten zur Verfügung.
(4) Die vom Anbieter zur Verfügung gestellten Lizenzschlüssel und Zugangsdaten dürfen ausschließlich durch diejenige Person genutzt werden, der der jeweilige Zugang zugewiesen wurde. Eine Weitergabe an Dritte oder die gemeinsame Nutzung eines personenbezogenen Zugangs durch mehrere Personen ist nicht gestattet. Der Kunde hat Lizenzschlüssel und Zugangsdaten geheim zu halten und durch angemessene Vorkehrungen vor dem Zugriff durch Dritte zu schützen. Bei konkreten Anhaltspunkten für eine missbräuchliche Nutzung oder Weitergabe ist der Anbieter berechtigt, den betroffenen Zugang vorübergehend zu sperren, soweit dies zur Prüfung oder zur Abwehr weiteren Missbrauchs erforderlich und verhältnismäßig ist. Der Kunde wird hierüber informiert. Bei schwerwiegender oder wiederholter vertragswidriger Nutzung kann der Anbieter nach erfolgloser Abmahnung aus wichtigem Grund kündigen und den Zugang sperren; eine Abmahnung ist entbehrlich, wenn sie gesetzlich nicht erforderlich oder dem Anbieter unzumutbar ist. Weitergehende gesetzliche Rechte bleiben unberührt.
(5) Zusätzlich kann für den Kunden ein individueller Account auf der Lernplattform angelegt werden, über den der Kunde die vom Anbieter bereitgestellten Lernunterlagen einsehen und bearbeiten kann.
(6) Eine individuelle inhaltliche Auswertung oder Korrektur bearbeiteter Lernunterlagen erfolgt nur, wenn dies im jeweiligen Lernangebot bzw. Vertragsverhältnis ausdrücklich vereinbart ist.
(7) Der Zugang zu den Lernangeboten ist während der vereinbarten Nutzungsdauer grundsätzlich möglich. Vorübergehende Einschränkungen können insbesondere aufgrund notwendiger Wartungsarbeiten, Sicherheitsmaßnahmen oder nicht vom Anbieter zu vertretender technischer Störungen auftreten. Planbare Wartungsarbeiten werden, soweit möglich, rechtzeitig angekündigt. Gesetzliche Rechte des Kunden, insbesondere bei Verbraucherverträgen über digitale Produkte, bleiben unberührt.
(8) Zum Betrachten und Herunterladen der digitalen Schulungsunterlagen sind ein geeignetes Endgerät, eine geeignete Softwareumgebung sowie ein Zugang zum Internet erforderlich, soweit sich aus der jeweiligen Produktbeschreibung nichts anderes ergibt.
5. Laufzeit / Nutzungsdauer / Beendigung
(1) Die Nutzungsdauer der zur Verfügung gestellten Schulungsunterlagen und Lernangebote richtet sich nach dem jeweils abgeschlossenen Vertragsverhältnis.
(2) Soweit ein Vertragsverhältnis auf unbestimmte Zeit geschlossen wird und keine abweichende individuell vereinbarte Regelung besteht, kann es von jeder Vertragspartei mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden.
(3) Ein Vertragsverhältnis mit individuell vereinbarter fester Laufzeit endet mit Ablauf der vereinbarten Laufzeit, sofern nicht ausdrücklich eine Verlängerung vereinbart wurde. Soweit mit einem Verbraucher eine stillschweigende Verlängerung vereinbart wird, verlängert sich das Vertragsverhältnis nach Ablauf der zunächst vereinbarten Vertragsdauer auf unbestimmte Zeit und kann vom Verbraucher jederzeit mit einer Frist von höchstens einem Monat gekündigt werden. Gegenüber Unternehmern können im individuell abgeschlossenen Vertragsverhältnis oder in besonderen Vertragsbedingungen abweichende Verlängerungs- und Kündigungsregelungen vereinbart werden, soweit gesetzlich zulässig.
(4) Die Kündigung kann in Textform, insbesondere per E-Mail, erklärt werden. Soweit gesetzlich eine einfachere oder zusätzliche elektronische Kündigungsmöglichkeit vorgesehen ist, bleibt diese unberührt. Soweit für online abschließbare Verbraucherdauerschuldverhältnisse eine Kündigungsschaltfläche gesetzlich vorgeschrieben ist, stellt der Anbieter diese nach Maßgabe der gesetzlichen Anforderungen zur Verfügung.
(5) Das Recht beider Vertragsparteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
(6) Mit Beendigung des Vertragsverhältnisses endet der Zugang zu den laufzeitgebundenen Kursen und Übungen. Die weitere Nutzung bereits rechtmäßig heruntergeladener Inhalte richtet sich nach den hierfür eingeräumten Nutzungsrechten gemäß Ziffer 6 sowie nach gegebenenfalls geltenden besonderen Nutzungs- oder Lizenzbedingungen.
(7) Soweit auf das jeweilige Lernangebot zwingende Kündigungs- oder Beendigungsregelungen des FernUSG oder andere zwingende gesetzliche Bestimmungen Anwendung finden, gehen diese den vorstehenden Regelungen vor.
6. Nutzungsrecht / Geistiges Eigentum
(1) Sämtliche vom Anbieter zur Verfügung gestellten Schulungsunterlagen und Lerninhalte sind urheberrechtlich geschützt. Dies umfasst insbesondere Texte, Bilder, Grafiken, Illustrationen, Animationen, Videos, Audioinhalte, 3D-Darstellungen, Quizze, Übungen sowie sonstige digitale Lerninhalte. Rechte Dritter an einzelnen Inhalten bleiben unberührt.
(2) Soweit es sich nicht um herunterladbare Inhalte handelt, räumt der Anbieter dem Kunden für die Dauer des jeweiligen Vertragsverhältnisses ein einfaches, nicht ausschließliches und nicht übertragbares Recht ein, die Schulungsunterlagen und Lerninhalte im vertraglich vereinbarten Umfang zu eigenen Lernzwecken bzw. zu Lernzwecken der nach dem Vertrag berechtigten Mitarbeitenden zu nutzen.
(3) Bei herunterladbaren Inhalten richtet sich die Dauer des eingeräumten Nutzungsrechts nach der jeweiligen Produktbeschreibung, dem individuellen Vertragsverhältnis oder besonderen Nutzungs- bzw. Lizenzbedingungen. Fehlt eine ausdrückliche zeitliche Begrenzung, ist das eingeräumte Nutzungsrecht an rechtmäßig heruntergeladenen Inhalten zeitlich unbeschränkt.
(4) Jede über das eingeräumte Nutzungsrecht hinausgehende Verwendung, insbesondere die Weitergabe, öffentliche Zugänglichmachung, Unterlizenzierung, Vermietung oder Veräußerung von Inhalten an Dritte, ist unzulässig, soweit sie nicht gesetzlich gestattet oder vom Anbieter ausdrücklich freigegeben wurde.
(5) Der Kunde darf die vom Anbieter bereitgestellten Inhalte weder vollständig noch teilweise zum Training, zur Entwicklung oder zur Optimierung von Systemen künstlicher Intelligenz (KI) verwenden oder zu diesem Zweck in KI-Systeme einspeisen, soweit hierfür keine ausdrückliche schriftliche Zustimmung der KnowOn GmbH vorliegt und die Nutzung nicht gesetzlich gestattet ist. Für die Nutzung seiner Werke zum Text- und Data-Mining erklärt der Anbieter einen Nutzungsvorbehalt im Sinne des § 44b Abs. 3 UrhG. Bei online zugänglichen Werken wird dieser Nutzungsvorbehalt zusätzlich in maschinenlesbarer Form erklärt, soweit dies für seine Wirksamkeit gesetzlich erforderlich ist.
(6) Dem Kunden ist das automatisierte Auslesen, Abrufen, Extrahieren oder Vervielfältigen der bereitgestellten Inhalte, insbesondere mittels Scraping, Crawling, Data-Mining oder vergleichbarer automatisierter Verfahren, ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung der KnowOn GmbH nicht gestattet, soweit dies nicht gesetzlich erlaubt ist. Hiervon ausgenommen sind technische Verarbeitungs-, Übertragungs- und Speicherungsvorgänge, die für die vertragsgemäße Nutzung über eine vom Anbieter freigegebene Lernplattform oder technische Schnittstelle erforderlich sind.
(7) Soweit Inhalte zum Download bereitgestellt werden, dürfen diese ausschließlich im Rahmen des vertraglich eingeräumten Nutzungsrechts verwendet werden. Eine Veröffentlichung, Weitergabe oder öffentliche Zugänglichmachung, insbesondere über Internetseiten, soziale Netzwerke, öffentlich zugängliche Cloud-Plattformen, Datenbanken oder vergleichbare Dienste, ist ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung der KnowOn GmbH nicht gestattet, soweit keine gesetzliche Erlaubnis oder besondere vertragliche Freigabe besteht.
7. Einsatz von Systemen künstlicher Intelligenz durch den Anbieter
(1) Der Anbieter kann bei der Entwicklung, Erstellung, Bearbeitung, Aktualisierung, Übersetzung, Strukturierung und Qualitätssicherung von Lerninhalten sowie bei der Erstellung ergänzender Texte, Bilder, Grafiken, Audio- und Videoinhalte Systeme künstlicher Intelligenz einsetzen. Der Einsatz kann insbesondere der Unterstützung redaktioneller, didaktischer, gestalterischer und technischer Arbeitsschritte dienen.
(2) Der Anbieter sieht für fachlich relevante Lerninhalte angemessene redaktionelle und fachliche Qualitätssicherungsprozesse vor. Soweit nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, werden fachlich relevante Inhalte, die durch Systeme künstlicher Intelligenz erzeugt oder wesentlich bearbeitet wurden, vor ihrer Veröffentlichung in angemessenem Umfang durch den Anbieter oder eine von ihm beauftragte fachkundige Person geprüft und freigegeben. Die Prüfung kann insbesondere die fachliche Plausibilität und Richtigkeit, Nachvollziehbarkeit, Aktualität, didaktische Eignung, sprachliche Qualität und Übereinstimmung mit den jeweiligen Lernzielen umfassen. Für die vom Anbieter freigegebenen Lerninhalte übernimmt der Anbieter die redaktionelle Verantwortung.
(3) Soweit gesetzlich vorgeschrieben, kennzeichnet oder erläutert der Anbieter den Einsatz künstlicher Intelligenz in klarer und verständlicher Form. Dies gilt insbesondere bei Inhalten oder Interaktionen, für die gesetzliche Transparenz- oder Kennzeichnungspflichten bestehen. Eine erforderliche Information oder Kennzeichnung wird spätestens zum gesetzlich maßgeblichen Zeitpunkt in klarer und wahrnehmbarer Form bereitgestellt. Der allgemeine Hinweis auf den Einsatz künstlicher Intelligenz in diesen AGB ersetzt keine gesetzlich erforderliche Information oder Kennzeichnung im konkreten Nutzungskontext.
(4) Soweit der Anbieter KI-basierte Lernassistenten, Chatbots, Tutoren, Avatare oder vergleichbare interaktive Systeme bereitstellt, wird der Nutzer spätestens zu Beginn der Interaktion darüber informiert, dass er mit einem System künstlicher Intelligenz kommuniziert oder interagiert, sofern dies nicht bereits aufgrund der Umstände eindeutig erkennbar ist. Die von solchen Systemen erzeugten Antworten können trotz technischer und organisatorischer Qualitätssicherungsmaßnahmen unvollständig, veraltet oder fehlerhaft sein. Sie dienen der Unterstützung des Lernprozesses und ersetzen insbesondere keine individuelle medizinische, rechtliche, steuerliche oder sonstige professionelle Beratung.
(5) Sofern der Anbieter für einen KI-basierten Lernassistenten oder ein vergleichbares System nicht ausdrücklich die Verarbeitung entsprechender Daten vorsieht, dürfen Nutzer keine identifizierbaren Patientendaten, Gesundheitsdaten oder sonstigen besonderen Kategorien personenbezogener Daten sowie keine vertraulichen Informationen Dritter in ein solches System eingeben. Soweit die Verarbeitung solcher Daten ausdrücklich Bestandteil einer vereinbarten Leistung ist, gelten die hierfür vorgesehenen datenschutzrechtlichen und vertraglichen Regelungen.
(6) Werden dem Anbieter durch den Kunden Lerninhalte, Ausgangsmaterialien, Daten, Bilder, Audioaufnahmen, Videos oder sonstige Informationen zur Verfügung gestellt, hat der Kunde sicherzustellen, dass er zur Bereitstellung und zur vertraglich vorgesehenen Nutzung dieser Inhalte berechtigt ist. Gesetzliche Verantwortlichkeiten, insbesondere nach dem Datenschutzrecht, bleiben unberührt. Der Anbieter darf solche Inhalte im Rahmen des vereinbarten Leistungsumfangs mithilfe von Systemen künstlicher Intelligenz bearbeiten, strukturieren, zusammenfassen, übersetzen oder in Lerninhalte überführen, soweit dies vertraglich vorgesehen und rechtlich zulässig ist.
(7) Personenbezogene Daten und vertrauliche Informationen des Kunden werden im Zusammenhang mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz nur im Rahmen der vertraglich vereinbarten Zwecke und nach Maßgabe der geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen verarbeitet. Der Anbieter setzt bei der Verarbeitung solcher Daten nur KI-Systeme ein, deren Nutzung für den jeweiligen Verarbeitungszweck rechtlich zulässig ist. Eine Verwendung personenbezogener oder vertraulicher Kundendaten zum allgemeinen Training von KI-Modellen ist nur zulässig, wenn sie gesondert transparent vereinbart wurde und eine hierfür erforderliche Rechtsgrundlage besteht. Weitere Einzelheiten können sich aus der Datenschutzerklärung, der Leistungsbeschreibung oder einer gesonderten Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung bzw. Datenschutzvereinbarung ergeben.
(8) Systeme künstlicher Intelligenz arbeiten auf Grundlage technischer, statistischer und algorithmischer Verfahren. Auch bei sorgfältiger Auswahl, Konfiguration, menschlicher Prüfung und laufender Qualitätssicherung können technisch oder systembedingt unzutreffende, unvollständige oder nicht aktuelle Ausgaben nicht vollständig ausgeschlossen werden. Die vereinbarte Beschaffenheit der Leistung und die gesetzlichen Rechte des Kunden, insbesondere bei mangelhaften oder nicht vertragsgemäß erbrachten Leistungen, bleiben unberührt.
8. Aktualisierung und Leistungsänderungen
(1) Der Anbieter stellt Aktualisierungen einschließlich erforderlicher Sicherheitsaktualisierungen bereit, soweit dies zur Aufrechterhaltung der Vertragsmäßigkeit des jeweiligen digitalen Lernangebots erforderlich ist. Bei Verbraucherverträgen über digitale Produkte gelten ergänzend die gesetzlichen Aktualisierungspflichten.
(2) Der Anbieter ist berechtigt, Lernunterlagen, Inhalte und Funktionen während einer laufenden Bereitstellung aus triftigem Grund zu aktualisieren, zu erweitern oder anzupassen. Triftige Gründe können insbesondere Änderungen der Rechtslage oder fachlicher Standards, medizinisch-wissenschaftliche Entwicklungen, Sicherheitsanforderungen, technische Weiterentwicklungen, Anforderungen an die Interoperabilität oder Maßnahmen zur Verhinderung von Missbrauch sein. Gegenüber Verbrauchern dürfen hierdurch keine zusätzlichen Kosten entstehen.
(3) Änderungen dürfen den vereinbarten Vertragszweck und die vertragsgemäße Nutzung des Lernangebots nicht unangemessen beeinträchtigen. Soweit eine Änderung bei einem Verbrauchervertrag über ein dauerhaft bereitgestelltes digitales Produkt die Zugriffsmöglichkeit oder Nutzbarkeit mehr als nur unerheblich beeinträchtigt, wird der Verbraucher nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften innerhalb angemessener Frist vor der Änderung auf einem dauerhaften Datenträger über die Änderung, den Zeitpunkt ihrer Durchführung und ein gegebenenfalls bestehendes Beendigungsrecht informiert. Gesetzliche Rechte des Verbrauchers bleiben unberührt.
9. Support
(1) Für technische und organisatorische Fragen zur Nutzung der Lernplattform steht ein E-Mail-Support unter info@knowon.de grundsätzlich montags bis freitags von 09:00 bis 17:00 Uhr zur Verfügung. Ausgenommen sind gesetzliche Feiertage am Sitz des Anbieters. Der Anbieter bearbeitet ihm gemeldete technische Fehler im Rahmen des vertraglich geschuldeten Leistungsumfangs in angemessener Weise.
(2) Eine individuelle fachliche Betreuung, Beantwortung inhaltlicher Fragen zum Lernstoff, Lernerfolgskontrolle oder Korrektur von Lernleistungen ist nur geschuldet, soweit dies in der Produktbeschreibung oder im individuellen Vertragsverhältnis ausdrücklich vorgesehen ist. Soweit ein solches Lernangebot dem FernUSG unterliegt, bleiben dessen zwingende Anforderungen und Teilnehmerrechte, insbesonderehinsichtlich einer erforderlichen Zulassung und der Lernerfolgsüberwachung, unberührt.
10. Zahlungsmodalitäten / Preise / Aufrechnung
(1) Die Preise richten sich nach den bei Vertragsschluss geltenden Angaben im jeweiligen Angebot bzw. Bestellvorgang. Gegenüber Verbrauchern werden Gesamtpreise einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer und sonstiger zwingend einzubeziehender Preisbestandteile ausgewiesen. Gegenüber Unternehmern verstehen sich Preise, soweit nicht ausdrücklich anders angegeben, als Nettopreise zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer. Der Anbieter ist berechtigt, Rechnungen per E-Mail zu versenden.
(2) Soweit nicht abweichend vereinbart, werden Rechnungen des Anbieters mit Zugangsgewährung bzw. Bereitstellung des Downloads fällig und sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungserhalt ohne Abzug zu bezahlen. Bei im elektronischen Warenkorb angebotenen sofortigen Zahlungsarten gelten die dort angegebenen Zahlungsbedingungen.
(3) Bei Vertragsschlüssen über den elektronischen Warenkorb auf www.knowon.de erfolgt die Zahlung nach Maßgabe der im Bestellvorgang angebotenen Zahlungsweisen.
(4) Soweit es sich bei einem individuellen Vertragsverhältnis um ein Dauerschuldverhältnis handelt, können die ab Vertragsschluss fälligen Beiträge monatlich oder jährlich im Voraus zu entrichten sein, sofern dies im jeweiligen Angebot oder Vertragsverhältnis vereinbart wurde. Zwingende gesetzliche Vorschriften, insbesondere des FernUSG, bleiben unberührt.
(5) Für die Abwicklung der Zahlungsansprüche des Anbieters aus einem Dauerschuldverhältnis kann ein SEPA-Lastschriftmandat vereinbart werden. Die Fälligkeit und der Zeitpunkt des Einzugs richten sich nach der jeweiligen Vereinbarung bzw. Rechnung.
(6) Bei wiederholtem oder erheblichem Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, weitere Leistungen von einer angemessenen Vorauszahlung oder Sicherheitsleistung abhängig zu machen, soweit dies gesetzlich zulässig ist. Wird nach Vertragsabschluss erkennbar, dass der Anspruch des Anbieters auf die Gegenleistung durch mangelnde Leistungsfähigkeit des Kunden gefährdet wird, bleiben die gesetzlichen Leistungsverweigerungs- und Rücktrittsrechte des Anbieters unberührt.
(7) Der Kunde ist zur Aufrechnung berechtigt, wenn seine Gegenansprüche rechtskräftig festgestellt, unbestritten oder entscheidungsreif sind. Dies gilt außerdem für Gegenansprüche, die aus demselben Vertragsverhältnis stammen. Gegenüber Unternehmern kann ein Zurückbehaltungsrecht nur wegen Gegenansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis geltend gemacht werden.
11. Gewährleistung / Mängelrechte
(1) Der Anbieter erstellt, pflegt und aktualisiert die Lerninhalte mit fachlich angemessener Sorgfalt. Trotz sorgfältiger Erstellung kann nicht gewährleistet werden, dass sämtliche Inhalte jederzeit vollständig, fehlerfrei und auf dem jeweils neuesten fachlichen Stand sind. Die vereinbarte Beschaffenheit der Leistung sowie gesetzliche Mängel- und Gewährleistungsrechte des Kunden bleiben hiervon unberührt.
(2) Bei Verbraucherverträgen über digitale Produkte gelten die gesetzlichen Vorschriften über Bereitstellung, Vertragsmäßigkeit, Aktualisierung und Mängelrechte digitaler Produkte.
(3) Gegenüber Unternehmern beträgt die Verjährungsfrist für Mängelansprüche an der vertraglich geschuldeten Leistung, soweit eine solche Verkürzung nach Art des Vertrags gesetzlich zulässig ist, ein Jahr ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn. Die Verkürzung gilt nicht bei arglistigem Verschweigen eines Mangels, bei Übernahme einer Garantie sowie nicht für Schadensersatzansprüche, für die nach Ziffer 12 unbeschränkt gehaftet wird.
(4) Schadensersatzansprüche wegen Mängeln bestehen nur nach Maßgabe der Haftungsregelungen in Ziffer 12.
12. Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Im Falle der leicht fahrlässigen Verletzung einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf (wesentliche Vertragspflicht), ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung von Pflichten, die keine wesentlichen Vertragspflichten im Sinne von Absatz 1 sind, haftet der Anbieter nicht.
(3) Die vorstehenden Haftungsausschlüsse und -beschränkungen gelten nicht bei arglistigem Verschweigen von Mängeln, bei Übernahme einer Garantie oder eines Beschaffungsrisikos, für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz sowie bei Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit. Eine Änderung der Beweislast zum Nachteil des Kunden ist damit nicht verbunden.
(4) Die angebotenen Schulungsunterlagen und Lerninhalte werden für medizinische Aus-, Fort- und Weiterbildungszwecke mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt und dienen Informations- und Lernzwecken. Sie ersetzen keine individuelle medizinische Beratung, Diagnose, fachliche Beurteilung oder Therapieentscheidung. Soweit einzelne Lernangebote Software, Visualisierungen oder vergleichbare digitale Anwendungen enthalten, stellen diese keine medizinische Entscheidungshilfe dar, sofern sie nicht ausdrücklich als solche angeboten und entsprechend ausgewiesen werden. Die praktische Anwendung des vermittelten Wissens erfolgt in eigener fachlicher Verantwortung des Nutzers. Zwingende gesetzliche Haftungstatbestände bleiben unberührt.
(5) Für vorübergehende Verzögerungen oder Leistungseinschränkungen, die auf nicht vom Anbieter zu vertretenden Ereignissen beruhen, insbesondere höherer Gewalt, behördlichen Maßnahmen oder nicht vom Anbieter zu vertretenden Ausfällen von Kommunikations- oder Versorgungsnetzen, haftet der Anbieter nur nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften. Gesetzliche Leistungs-, Mängel-, Minderungs-, Rücktritts- und Beendigungsrechte des Kunden bleiben unberührt.
(6) Gegenüber Unternehmern verjähren sonstige Schadensersatzansprüche, für die die Haftung nach dieser Ziffer wirksam beschränkt ist, innerhalb eines Jahres ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn. Dies gilt nicht für Ansprüche, für die nach den vorstehenden Absätzen unbeschränkt gehaftet wird.
13. Verbraucherstreitbeilegung
Der Anbieter ist nicht bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen, soweit keine gesetzliche Verpflichtung zur Teilnahme besteht.
14. Anwendbares Recht
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als ihnen dadurch nicht der Schutz zwingender Bestimmungen des Rechts des Staates ihres gewöhnlichen Aufenthalts entzogen wird, soweit dieses Recht ohne die Rechtswahl anzuwenden wäre.
15. Erfüllungsort
Der Erfüllungsort bestimmt sich grundsätzlich nach den gesetzlichen Vorschriften. Gegenüber Kaufleuten, juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen ist Erfüllungsort für die vertraglichen Leistungen der Sitz des Anbieters, soweit gesetzlich zulässig.
16. Gerichtsstand
Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausschließlicher Gerichtsstand für sämtliche Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis der Sitz des Anbieters. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.
17. Salvatorische Klausel
Sollten einzelne Bestimmungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften